21.10.2017, von Andrea Schäfer

Kombinierte Funk- und Orientierungsübung im Pfälzer Wald

Der komplette Ortsverband Neustadt an der Weinstrasse verlegte seinen Standort am Samstag in den Pfälzer Wald, um eine kombinierte Funk- und Orientierungsübung durchzuführen.

Als die Helfer und Junghelfer am Samstagmorgen auf den Hof kamen, wurde ihnen folgendes Szenario vorgestellt:

In den frühen Morgenstunden hätten besorgte Bürger bei der Polizei einen Brand im Wald gemeldet. Die Feuerwehr sei mit verschiedenen Löscheinheiten vor Ort und bekämpfe die Flammen. Es bestehe ein Problem bei der Wasserversorgung. Wir seien angefordert worden, da weitere Brandherde gemeldet worden und die Kräfte der Feuerwehr gebunden wären. Aufgrund der Trockenheit könnten Fahrzeuge im Wald nicht benutzt werden. Wir müssten die lokalisierten Punkte anlaufen und kontrollieren.

Die Helfer wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt und jede Gruppe bekam einen leeren Rucksack, der individuell gefüllt werden konnte. Kompass, Kartenmaterial, Frühstück, Seile aber auch Sonnenschutz, Decken, Schäkel, Rundschlinge, Holzplatten u.v.m. waren im Angebot, das eine mehr, das andere weniger sinnvoll.

Jede Gruppe erhielt die Koordinaten ihres Ausgangspunktes und musste dem Fahrer den Weg weisen. Im Wald angekommen wurde die entsprechende Meldung an die Einsatzleitung abgesetzt und die nächste Koordinate wurde bekanntgegeben.

Die gesamte Kommunikation aller Trupps mit der Einsatzleitung lief über Funk. Jeder Gruppe war es frei gestellt, ob sie dem Weg folgend oder lieber durch Abkürzen ihr Ziel erreichen wollten. Ferner konnte jede bestimmen, wann und wo gefrühstückt wurde oder wer welche Verantwortung übernahm.

An machen Punkten warteten noch Aufgaben auf die Helfer. So sollte an einem See im Kaltenbrunner Tal ausgerechnet werden, wie lange das Wasser für die imaginäre Entnahmen durch die Feuerwehr reichen würde, bei gegebener Tiefe und Pumpleistung.

Auch die Verletzung eines Kameraden wurde simuliert und ein Krankentransport mit gegebenen Mitteln durchgeführt - gut wer Decke und Seile eingepackt hatte. Das sichere Ziel, die Hellerhütte, vor Augen wurden die Gruppen an das untere Ende der großen Röhrenrutsche auf dem Spielplatz umgeleitet und mussten hier noch eine Schachtrettung durchführen. Die Hilfsmittel lagen am oberen Ende der Rutsche, die Helfer waren am unteren Ende und es gab nur einen Weg: durch die Röhre.

Hier war Teamgeist, Sportlichkeit, Köpfchen und Muskelkraft gefragt. Mit viel Spaß und mancher lustigen Szene konnten am Ende alle Helfer, von 11 bis 81 Jahren, an der Oberfläche begrüßt werden. Im Anschluß wurde noch gemeinsam im Wald zu Mittag gegessen, um danach als Kolonne wieder in die Unterkunft zu fahren.

Für unsere Helfer und Junghelfer war es abwechsungsreicher Tag, mit viel Spaß und realen Übungs- und Trainingsmöglichkeiten.


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